Synthetischer Prüfkreis

Synthetischer Prüfkreis

Blick in die Kondensatorbatterie
Blick in die Kondensatorbatterie

Zur Untersuchung des Schaltverhaltens von Vakuumschaltern wird ein Synthetischer Prüfkreis verwendet.

Als zentrales Element steht eine Kondensatorbatterie zur Verfügung, die zur Erzeugung hoher gepulster Ströme genutzt wird. Mit verschiedenen Spulen können die Pulsdauer und Pulsform beeinflusst werden.

Technische Daten

Bereitstellung von Prüfströmen: bis zu 35 kA (Effektivwert)

Stromformen: Sinus 50 Hz, Sinus 25 Hz, Trapez 7ms Scheiteldauer

Einschwingspannungen: bis zu 50 kV

Maximaler Energieinhalt: 1,35 MJ

Ladespannung des Hochstromkreises: bis zu 15 kV

Ladespannung des Hochspannungskreises: bis zu 30 kV

Weil-Dobke-Kreis

Für die synthetische Prüfung an eines Leistungsschalters wird ein Versuchskreis nach dem Prinzip der Stromüberlagerung verwendet, auch „Weil-Dobke-Kreis“ genannt.

Der Ausschaltstrom wird mit der Hochstromquelle erzeugt. Die transiente Wiederkehrspannung wird durch einen separaten Hochspannungskreis erzeugt.

Damit lassen sich Ausschaltprüfungen gemäß der Norm IEC 62271 und darüber hinaus weitere Analysen durchführen.

Messtechnik

Während der Untersuchungen können mehrere Messgrößen simultan aufgezeichnet werden. Dazu wird ein moderner Transientenrekorder (HBM) eingesetzt. Für verschiedene Anforderungen stehen spezielle Messkanäle zur Verfügung. Eine grobe Übersicht über die technischen Spezifikationen ist hier gegeben:

  • Anzahl der analogen Kanäle: 54
  • Maximale Auflösung: 18 bit
  • Maximale Eingangsspannungen: +/- 1 kV
  • Maximale Messrate: 250 MS/s

Die Übertragung der Messdaten geschieht galvanisch getrennt über Lichtwellenleiter zum PC in einer Messkabine.